Samstag, 17. August 2013

Im Spätsommer beginnt wieder die Schulzeit


Passend zum Schulanfang in vielen deutschen Bundesländern steigern die Fernsehsender wieder ihre Dosis humoristischer Lockerungsübungen im Schulfilmgenre. Zwischen Ende August und Anfang Oktober werden sechs Filmklassiker ausgestrahlt, darunter der Pilot der "Lümmel von der ersten Bank"-Reihe.

Der Pauker (1958)
Samstag, 14. September 2013, 13.30 Uhr (Sky Nostalgie)

Der Musterknabe (1963)
Mittwoch, 9. Oktober 2013, 20.15 Uhr (Sky Nostalgie)

Onkel Filser - Allerneueste Lausbubengeschichten (1966)
Sonntag, 8. September 2013, 15.00 Uhr (Bibel TV)

Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 1: Zur Hölle mit den Paukern (1967)
Samstag, 28. September 2013, 12.03 Uhr (Das Erste)

Hauptsache Ferien (1972)
Freitag, 23. August 2013, 16.00 Uhr (Heimatkanal)

Auch ich war nur ein mittelmäßiger Schüler (1974)
Samstag, 24. August 2013, 23.30 Uhr (Heimatkanal)

Dienstag, 11. Juni 2013

Durststrecke im TV: Kaum Termine zu vermelden


Lümmelfilm-Fans werden im Frühsommer genug Zeit haben, das warme Wetter zu genießen (zumindest dort, wo es sich gelegentlich zeigt). Die Fernsehanstalten sind sich nämlich einig, dass momentan nicht die richtige Zeit zu sein scheint, Lümmel-Filme im TV zu zeigen. Aus der Kernreihe wird im Juni und Juli kein einziger Film gezeigt, aus dem großen Reich der Epigonen nur ein einziger und eine weitere Lausbubenproduktion. Die gesamte Ausbeute sieht wie folgt aus:

Auch ich war nur ein mittelmäßiger Schüler (1974)
Freitag, 14. Juni 2013, 6.00 Uhr (Heimatkanal)
Donnerstag, 20. Juni 2013, 13.05 Uhr (Heimatkanal)
Mittwoch, 26. Juni 2013, 2.40 Uhr (Heimatkanal)

Tante Frieda - Neue Lausbubengeschichten (1965)
Sonntag, 14. Juli 2013, 11.30 Uhr (Norddeutscher Rundfunk)

Ich werde mich bemühen, in der kommenden Zeit wieder etwas regelmäßiger die aktuellen Fernsehtermine zu vermerken.

Mittwoch, 3. April 2013

In der Schulhölle seit 45 Jahren



Auch wenn die Streiche von Hansi Kraus alias Pepe Nietnagel unterdessen zum echten Retrokult geworden sind, so mag man kaum glauben, wie viele Jahre die Filme der "Lümmel von der ersten Bank"-Reihe unterdessen auf dem Buckel haben. Beinah ein halbes Jahrhundert ist es nun her, dass Pepe, Marion und Co. ihren Filmpaukern das Leben erschwerten: Heute vor genau 45 Jahren feierte "Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 1: Zur Hölle mit den Paukern" seine Premiere im Metro-Kino in Kiel. Der Film war zuvor zwischen dem 30. Oktober und 17. Dezember 1967 in Hamburg und Baden Baden gedreht worden. Nach der exklusiven Vorpremiere am 3. April 1968 startete der Film einen Tag später in allen bundesdeutschen Kinos.

Natürlich lohnt sich zu dieser Gelegenheit nicht nur ein Blick auf den Film selbst, sondern auf die Werbestrategien, die sich der Constantin-Filmverleih ausgedacht hatte, um die neuen Lümmel an den Mann zu bringen. Wer sich den Originaltrailer zu Gemüte führt, wird über eine Zeile stolpern, die es an Humor gut und gern mit der beworbenen Komödie aufnehmen kann: "Ein Film für Eierköpfe und Zwergschüler", verkündet der unsichtbare Sprecher im Brustton der Überzeugung. Das im Fotostorystil gestaltete Filmplakat versprach über diese Festlegung hinaus, jeden Geschmack zu treffen: "Auch für Sie: Im Lachen eine Eins!"

Rund vier Millionen Besucher zog der Film letztenendes an - und noch mehr haben sich über ihn seitdem im Fernsehen amüsiert. Ein Geburtstagsgruß scheint also mehr als angemessen!

Montag, 21. Januar 2013

Komponist Rolf Wilhelm verstorben

Wie ich mit Bedauern erfahren habe, meldet die Süddeutsche Zeitung, dass der Komponist und Dirigent Rolf Alexander Wilhelm am Freitag, dem 17. Januar 2013, verstorben ist. Rolf Wilhelms Filmkarriere begann in den 1950er Jahren und bis 1992 blieb er seinem Metier als Film- und Fernsehkomponist treu.

Für die "Lümmel von der ersten Bank"-Reihe komponierte Wilhelm sechs der sieben Scores, wobei die meisten charakteristischen Titelmusiken von anderen Personen, Profis auf dem Gebiet des Schlagers, beigesteuert wurden. Rolf Wilhelm war für die Vertonung der Lümmel-Filme dennoch die ideale Wahl, weil er schon in vielen Produktionen zuvor - darunter in allen "Lausbubengeschichten" nach Ludwig Thoma - sein Talent für eine melodisch-ironische Verzierung des Filmgeschehens bewiesen hatte.

Mein Beileid geht an Herrn Wilhelms Familie.

Zum Weiterlesen:

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Unser Pauker - Alltagsgeschichten einer Berliner Familie

In den Jahren 1965 und 1966 strahlte das junge ZDF eine 20-teilige Unterhaltungsserie mit Georg Thomalla und Heli Finkenzeller in den Hauptrollen aus. „Unser Pauker“ erzählt Geschichten aus dem Leben einer Lehrerfamilie: Ulrich Schulz, genannt Parsival, unterrichtet eine Klasse an einer Berliner Grundschule, die auch sein Sohn Ricky besucht. Die Familie, zu der auch Mutter und Hausfrau Ruth sowie die beiden älteren Kinder Christian und Susanne gehören, zieht in eine Wohnung in Tempelhof, wo sie und ihre Nachbarn allerlei kleine und große Abenteuer, Familiendramen und Liebesgeschichten erleben. Auf sie konzentrieren sich die knapp 30-minütigen Episoden, deren Untertitel „Alltagsgeschichten einer Berliner Familie“ bereits ankündigt, dass es sich weniger um Lümmel- und Pauker-Erzählungen im eigentlichen Sinne handelt. Einige Geschichten spielen freilich trotzdem vor schulischem Hintergrund, was gemeinsam mit der Besetzung (Georg Thomalla war schließlich in „Zur Hölle mit den Paukern“ als Vater Nietnagel zu sehen) eine Empfehlung auf der Lümmelbank mehr als rechtfertigt.
Finkenzeller und Thomalla brillieren als eingespieltes Ehepaar, deren alte Liebe alles andere als eingerostet ist, weil sie nicht zuletzt durch ihre Kinder immer wieder aufs Neue bewähren muss. Uwe Reichmeister, der den Ricky spielt, ist eine wahre Granate und sorgt einerseits durch seine lausbubenhafte Art für diverse Lacher, andererseits für das typische Berliner Fludium der Reihe, weil er neben Walter Gross und Willi Rose als einziger der Hauptdarsteller so richtig breit und gemütlich berlinert.

Fotos aus "Der Umzug" und "Der Diebstahl"