Dienstag, 6. Januar 2015

Lümmel am laufenden Band: jede Menge TV-Termine


Im Zuge der Neuveröffentlichungen der Lümmel-Filme auf DVD kommt die Reihe mit ihren Vorläufern und Nachmachern auch wieder ins Fernsehen zurück. Jüngst machten sich die Wiederholungen eher rar, doch nun feuern die Dritten (vor allem der Mitteldeutsche Rundfunk) wahre Lümmel-Kanonaden ab. Da macht es sich bezahlt, dass für Ausstrahlung und DVD-Auswertung neue Master in verbesserter Bildqualität angefertigt wurden.

Hier folgt eine Auflistung der Sendetermine im Januar und in der ersten Februarhälfte:

Freitag, 31. Oktober 2014

DVD-Neuveröffentlichung der Lümmel-Filme

Ebenso wie die Lausbuben-Filme werden auch die Lümmel-Filme mit Hansi Kraus, Theo Lingen und Rudolf Schündler am 11. Dezember 2014 von StudioCanal in einer neuen DVD-Sammelbox herausgebracht. Filmsammler erhoffen sich davon, dass nunmehr alle sieben Teile in bester Bildqualität - abgenommen vom Original-Filmmaterial - erscheinen könnten. Die EuroVideo-Auswertungen waren in dieser Hinsicht leider nicht alle optimal, denn gerade bei den Teilen 3, 6 und 7 machen sich Schwächen im Aussehen der Filme bemerkbar. Immerhin bewirbt StudioCanal seine neue Box mit dem Prädikat "Digital remastered". Attraktiv hören sich auch die Beigaben an, an die das Berliner Label gedacht hat: Neben dem rechts zu sehenden Digipak mit neu gezeichnetem Artwork soll es Interviews mit Hansi Kraus und eine Fotogalerie geben.

Die Lümmel von der ersten Bank
(Die komplette Streichesammlung)

enthält: 1. Zur Hölle mit den Paukern, 2. Zum Teufel mit der Penne, 3. Pepe, der Paukerschreck, 4. Hurra, die Schule brennt!, 5. Wir hau'n die Pauker in die Pfanne!, 6. Morgen fällt die Schule aus, 7. Betragen ungenügend!
Laufzeit: 614 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, Ton und Untertitel: Deutsch, EAN: 4006680070261


Zum Weiterlesen:
  • Produktinformationen auf der Label-Homepage [ hier klicken ]
  • "Die Lümmel von der ersten Bank" bei Bücher.de [ hier klicken ]

Donnerstag, 30. Oktober 2014

DVD-Neuveröffentlichung der Lausbuben-Filme

Nachdem die Erstauflage der DVD-Box von EuroVideo schon längere Zeit vergriffen und nurmehr eine abgespeckte Neuauflage auf 3 DVDs im Handel erhältlich ist, erfolgt eine komplette Neuveröffentlichung der fünf Lausbuben-Filme nach Ludwig Thomas Erzählungen vom DVD-Label StudioCanal (ehemals Kinowelt). Die 5-DVD-Box soll am 11. Dezember 2014 als Jubiläumsgeschenk zum 50. Geburtstag der im Jahr 1964 begonnenen Filmserie erscheinen. Als Extras in der neuen Ausgabe sind die Aufzeichnung einer Lesung der "Lausbubengeschichten" mit Hansi Kraus, Interviews und eine Fotogalerie geplant.

Lausbubengeschichten (Jubiläumsedition)
enthält: 1. Lausbubengeschichten, 2. Tante Frieda - Neue Lausbubengeschichten, 3. Onkel Filser - Allerneueste Lausbubengeschichten, 4. Wenn Ludwig ins Manöver zieht, 5. Ludwig auf Freiersfüßen
Laufzeit: 431 Minuten, FSK: ab 6 Jahren
Ton: Deutsch
EAN: 4006680070278


Zum Weiterlesen:
  • Produktinformationen auf der Label-Homepage [ hier klicken ]
  • "Lausbubengeschichten (Julibäumsedition)" bei Bücher.de [ hier klicken ]

Freitag, 10. Oktober 2014

Umzug der Iberl-Bühne in die Herzogspitalstraße

Wie Abendzeitung und TZ berichten, ist die Iberl-Bühne, deren Ensemblemitglied Hansi Kraus ist, aus dem Stadtteil Solln in die Münchner Herzogspitalstraße umgezogen. Damit stehen eine größere Bühne und ein zentralerer Spielort zur Verfügung, auch wenn man 48 Jahre Tradition am alten Standort aufgibt. Theater-Impresario Georg Maier ist stolz auf das neue Zuhause des zünftigen Theaters im Augustiner Stammhaus in der Innenstadt und hebt hervor, dass sich nun auch ganz andere künstlerische Möglichkeiten eröffnen.

Dazu gehört sicher nicht zuletzt, dass die Räumlichkeiten auch eine kleine Ausstellung einiger Arbeiten von Hansi Kraus umfassen, der ja bekanntlich ein passionierter Fotograf ist.

Adresse: Herzogspitalstraße 6, 80331 München
(nahe des U-, S- und Trambahnknotens Karlsplatz (Stachus)) 

Zum Weiterlesen:
  • Abendzeitung: Umzug ins Augustiner Stammhaus [ hier klicken ]
  • TZ: Das ist die neue Iberl-Bühne [ hier klicken ]
  • Iberl-Bühne: Bayerisches Volkstheater im Augustiner Stammhaus [ hier klicken ]
  • HansiKraus.de, Menüpunkt "Fotograf" [ hier klicken ]

Sonntag, 5. Oktober 2014

"Leider verheiratet" auf der Wiesn

Es ist nicht das erste Interview, das Hansi Kraus über die Lausbuben- und Lümmel-Filme gab. Doch man merkt ihm auch bei dem Gespräch auf dem diesjährigen Oktoberfest an, dass er Anekdoten aus der damaligen Drehzeit immer wieder gern zum Besten gibt - dass er zum Beispiel nie pünktlich zum Drehbeginn am Set war, was ihm die Verärgerung des Aufnahmeleiters einbrachte. Oder dass er auf dem Bavaria-Filmgelände gern Fische fing. "Ich denke mir, dass ich deswegen besetzt worden bin: weil ich erstens so ausgesehen habe wie die Figur, die ich darstellen sollte, und weil ich zweitens in der Schule jeden Blödsinn mitgemacht habe, den ich mitmachen konnte", resümmiert Kraus offen. Und noch eine kleine Schwäche, die bestens zu Ludwig Thoma oder Pepe Nietnagel passt, gesteht er ein: Mit dem Rechnen hat er es nicht so unbedingt.

Das unterhaltsame Interview lässt sich hier ansehen:



Und eins meinte er bestimmt nicht so, wie er es sagte: Beim Schäkern rutschte Wiesn-Moderatorin Steffi Schaller heraus, sie liebe ihn heute noch, worauf Hansi Kraus lachend erwiderte: "Ich bin leider verheiratet." Was so ein hübsches Dirndl und ein Glas in Kupfers Weinzelt alles ausmachen können. ;)

Montag, 26. August 2013

Überlebensgroße Leinwandlümmel

Das Münchner Werkstattkino ist für seine exotischen Filmvorführungen bekannt. Im letzten Jahr war es beispielsweise Schauplatz für ein Edgar-Wallace-Fantreffen mit einer Aufführung der Filme "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" und "Die Verdammten der blauen Berge". Zum Monatswechsel August / September greift es noch einmal tief in die Kiste mit Opas Kino. Dann heißt es nämlich: "Lümmelzeit".

Vom 29. August bis 1. September wird um 22.30 Uhr "Unsere Pauker gehen in die Luft" gezeigt, vom 2. bis 4. September dann zur gleichen Uhrzeit "Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 3: Pepe, der Paukerschreck".

Das Kino befindet sich in der Münchner Innenstadt in der Fraunhoferstraße 9 und kann bequem von der gleichnamigen U-Bahnstation (U1, U2) aus erreicht werden.

Zum Weiterlesen:
  • Veranstaltungshinweis im Edgar-Wallace-Forum [ hier klicken ]
  • Website des Münchner Werkstattkinos [ hier klicken ]
  • Filminformationen zu "Unsere Pauker gehen in die Luft" [ hier klicken ]
  • Filminformationen zu "Pepe, der Paukerschreck" [ hier klicken ]

Neue Lümmelfilm-DVDs?


Ist dieses Cover bald nicht mehr
der einzige Anblick der Lümmel-
Filme in DVD-Geschäften?

Mit einigen Überraschungen wartet der vorläufige Releaseplan des DVD-Labels StudioCanal / Arthaus (ehemals Kinowelt) für die Monate November und Dezember 2013 auf. Darin wird angekündigt, sowohl die "Lausbubengeschichten" als auch "Die Lümmel von der ersten Bank" in einer digital remasterten Edition neuaufzulegen. Ein konkreter Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt, die Veröffentlichungen werden für Dezember gelistet.

Verwunderlich ist diese Neuigkeit insofern, als die Rechte für die DVD-Veröffentlichungen und -Verkäufe der Schul- und Lümmelfilme bisher bei EuroVideo lagen, wie auch hier auf jeder Seite kenntlich gemacht wird. Der zweite Teil der Reihe, der 1968 als einziger von der Rialto-Film statt der Franz-Seitz-Filmproduktion hergestellt wurde, erschien außerdem vorher bei Universum Film.

Sollten die Filme jetzt tatsächlich wieder ein neues Zuhause erhalten, so ist durchaus mit anderen Filmmastern sowie auch mit anderem Bonusmaterial zu rechnen. Während wohl angenommen werden darf, dass es StudioCanal schwerfallen wird, im zweiten Punkt mit EuroVideo gleichzuziehen, wäre eine Neuabtastung bzw. eine digitale Restauration die ideale Gelegenheit, die Interlacing-Schwäche, die die Filme 3, 6 und 7 der EuroVideo-Box plagt, geradezurücken.

Über konkretere Informationen wird hier im Blog natürlich zum gegebenen Zeitpunkt berichtet werden.

Zum Weiterlesen:

Donnerstag, 22. August 2013

Besser als in der Schulkantine: Hansi Kraus kocht

Der Lausbub blitzt bei Hansi Kraus auch in den erwachsenen Momenten durch - jedenfalls dann, wenn die Lage brenzlig wird. Und davon kann mehrfach die Rede sein, wenn man sich seinen Auftritt in der Kochsendung "Lafer, Lichter, lecker" des Zweiten Deutschen Fernsehens anschaut. Dort wurde Kraus eingeladen, um an der Seite des bekannten Fernsehkochs Horst Lichter gebratenen Lachs an Gurkensalat zuzubereiten.



Samstag, 17. August 2013

Zum Filmfestival Locarno kürt SRF zwölf Schulfilme


Heute endet das international bekannte Filmfestival von Locarno im Schweizer Kanton Tessin mit einer abschließenden Preisverleihung. Einen teilnehmenden Film, die Dokumentation "Tableau noir" von Yves Yersin über eine Gesamtschule im Jura, nahm das Schweizer Radio und Fernsehen SRF zum Anlass, in Eigenregie die zwölf besten Schulfilme zu küren. In der von Thomas Hägler erstellten Übersicht finden sich Filme von den 1950ern bis heute, allerdings mit einem deutlichen Schwerpunkt auf den 1980er und 2000er Jahren. Umso erfreulicher für Freunde der Lümmelbank ist deshalb, dass es auch "Die Lümmel von der ersten Bank" in die erlauchte Riege der zwölf lohnendsten Beispiele ihres Genres geschafft haben.

Hansi Kraus in "Zur Hölle mit den Paukern".
Dieses Bild wurde zur Verfügung gestellt von EuroVideo.
Zwar schränkt Hägler ein, dass die Filme, denen sich dieser Blog widmet, "keine cineastische Meisterleistung" waren, wohl aber "absolute Publikumslieblinge". Auch ist sein Blickwinkel bemerkenswert, bei der Filmreihe trotz häufiger Umbesetzungen und Brüche in Drehorten und -stilen von einer siebenteiligen Komödie zu schreiben - als sähe man einen Mehrteiler à la Francis Durbridge (mit je einem trügerischen Happy-End als Cliffhanger-Ersatz). Diese Sichtweise ist bestimmt auch der Tatsache zuzuschreiben, dass im Fernsehen häufig mehrere Lümmel-Filme hintereinander oder im festen Wochenrhythmus gesendet werden.

Ebenfalls in Häglers Liste zu finden: "Das fliegende Klassenzimmer", allerdings nicht in der Jacobs-Verfilmung aus den 1970er Jahren mit Blacky Fuchsberger in der Hauptrolle, sondern in seiner 1954er-Variante mit Paul Dahlke an seiner statt.

Der Festivalbeitrag "Tableau noir" findet beim SRF Erwähnung als "ein außergewöhnlicher Film über eine außergewöhnliche Schule". Was sich allerdings auch gut als Urteil auf das imaginäre Momsen-Gymnasium in Baden Baden anwenden ließe, verspricht ein gänzlich anderes Filmerlebnis, als es Pepe Nietnagel und Konsorten für uns bereithalten. Und ob "Tableau noir" eine so überdauernde und erfolgreiche Position einnehmen wird wie die "Lümmel von der ersten Bank", wird sich sowieso erst erweisen müssen.

Zum Weiterlesen:
  • Kino aus dem Klassenzimmer: zwölf lohnende Schulfilme [ hier klicken ]
  • "Tableau noir": Dokumentarkino in Perfektion [ hier klicken ]
  • 66. Filmfestival von Locarno: Feucht und froh [ hier klicken ]

Im Spätsommer beginnt wieder die Schulzeit


Passend zum Schulanfang in vielen deutschen Bundesländern steigern die Fernsehsender wieder ihre Dosis humoristischer Lockerungsübungen im Schulfilmgenre. Zwischen Ende August und Anfang Oktober werden sechs Filmklassiker ausgestrahlt, darunter der Pilot der "Lümmel von der ersten Bank"-Reihe.

Der Pauker (1958)
Samstag, 14. September 2013, 13.30 Uhr (Sky Nostalgie)

Der Musterknabe (1963)
Mittwoch, 9. Oktober 2013, 20.15 Uhr (Sky Nostalgie)

Onkel Filser - Allerneueste Lausbubengeschichten (1966)
Sonntag, 8. September 2013, 15.00 Uhr (Bibel TV)

Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 1: Zur Hölle mit den Paukern (1967)
Samstag, 28. September 2013, 12.03 Uhr (Das Erste)

Hauptsache Ferien (1972)
Freitag, 23. August 2013, 16.00 Uhr (Heimatkanal)

Auch ich war nur ein mittelmäßiger Schüler (1974)
Samstag, 24. August 2013, 23.30 Uhr (Heimatkanal)

Dienstag, 11. Juni 2013

Durststrecke im TV: Kaum Termine zu vermelden


Lümmelfilm-Fans werden im Frühsommer genug Zeit haben, das warme Wetter zu genießen (zumindest dort, wo es sich gelegentlich zeigt). Die Fernsehanstalten sind sich nämlich einig, dass momentan nicht die richtige Zeit zu sein scheint, Lümmel-Filme im TV zu zeigen. Aus der Kernreihe wird im Juni und Juli kein einziger Film gezeigt, aus dem großen Reich der Epigonen nur ein einziger und eine weitere Lausbubenproduktion. Die gesamte Ausbeute sieht wie folgt aus:

Auch ich war nur ein mittelmäßiger Schüler (1974)
Freitag, 14. Juni 2013, 6.00 Uhr (Heimatkanal)
Donnerstag, 20. Juni 2013, 13.05 Uhr (Heimatkanal)
Mittwoch, 26. Juni 2013, 2.40 Uhr (Heimatkanal)

Tante Frieda - Neue Lausbubengeschichten (1965)
Sonntag, 14. Juli 2013, 11.30 Uhr (Norddeutscher Rundfunk)

Ich werde mich bemühen, in der kommenden Zeit wieder etwas regelmäßiger die aktuellen Fernsehtermine zu vermerken.

Mittwoch, 3. April 2013

In der Schulhölle seit 45 Jahren



Auch wenn die Streiche von Hansi Kraus alias Pepe Nietnagel unterdessen zum echten Retrokult geworden sind, so mag man kaum glauben, wie viele Jahre die Filme der "Lümmel von der ersten Bank"-Reihe unterdessen auf dem Buckel haben. Beinah ein halbes Jahrhundert ist es nun her, dass Pepe, Marion und Co. ihren Filmpaukern das Leben erschwerten: Heute vor genau 45 Jahren feierte "Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 1: Zur Hölle mit den Paukern" seine Premiere im Metro-Kino in Kiel. Der Film war zuvor zwischen dem 30. Oktober und 17. Dezember 1967 in Hamburg und Baden Baden gedreht worden. Nach der exklusiven Vorpremiere am 3. April 1968 startete der Film einen Tag später in allen bundesdeutschen Kinos.

Natürlich lohnt sich zu dieser Gelegenheit nicht nur ein Blick auf den Film selbst, sondern auf die Werbestrategien, die sich der Constantin-Filmverleih ausgedacht hatte, um die neuen Lümmel an den Mann zu bringen. Wer sich den Originaltrailer zu Gemüte führt, wird über eine Zeile stolpern, die es an Humor gut und gern mit der beworbenen Komödie aufnehmen kann: "Ein Film für Eierköpfe und Zwergschüler", verkündet der unsichtbare Sprecher im Brustton der Überzeugung. Das im Fotostorystil gestaltete Filmplakat versprach über diese Festlegung hinaus, jeden Geschmack zu treffen: "Auch für Sie: Im Lachen eine Eins!"

Rund vier Millionen Besucher zog der Film letztenendes an - und noch mehr haben sich über ihn seitdem im Fernsehen amüsiert. Ein Geburtstagsgruß scheint also mehr als angemessen!

Montag, 21. Januar 2013

Komponist Rolf Wilhelm verstorben

Wie ich mit Bedauern erfahren habe, meldet die Süddeutsche Zeitung, dass der Komponist und Dirigent Rolf Alexander Wilhelm am Freitag, dem 17. Januar 2013, verstorben ist. Rolf Wilhelms Filmkarriere begann in den 1950er Jahren und bis 1992 blieb er seinem Metier als Film- und Fernsehkomponist treu.

Für die "Lümmel von der ersten Bank"-Reihe komponierte Wilhelm sechs der sieben Scores, wobei die meisten charakteristischen Titelmusiken von anderen Personen, Profis auf dem Gebiet des Schlagers, beigesteuert wurden. Rolf Wilhelm war für die Vertonung der Lümmel-Filme dennoch die ideale Wahl, weil er schon in vielen Produktionen zuvor - darunter in allen "Lausbubengeschichten" nach Ludwig Thoma - sein Talent für eine melodisch-ironische Verzierung des Filmgeschehens bewiesen hatte.

Mein Beileid geht an Herrn Wilhelms Familie.

Zum Weiterlesen:

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Unser Pauker - Alltagsgeschichten einer Berliner Familie

In den Jahren 1965 und 1966 strahlte das junge ZDF eine 20-teilige Unterhaltungsserie mit Georg Thomalla und Heli Finkenzeller in den Hauptrollen aus. „Unser Pauker“ erzählt Geschichten aus dem Leben einer Lehrerfamilie: Ulrich Schulz, genannt Parsival, unterrichtet eine Klasse an einer Berliner Grundschule, die auch sein Sohn Ricky besucht. Die Familie, zu der auch Mutter und Hausfrau Ruth sowie die beiden älteren Kinder Christian und Susanne gehören, zieht in eine Wohnung in Tempelhof, wo sie und ihre Nachbarn allerlei kleine und große Abenteuer, Familiendramen und Liebesgeschichten erleben. Auf sie konzentrieren sich die knapp 30-minütigen Episoden, deren Untertitel „Alltagsgeschichten einer Berliner Familie“ bereits ankündigt, dass es sich weniger um Lümmel- und Pauker-Erzählungen im eigentlichen Sinne handelt. Einige Geschichten spielen freilich trotzdem vor schulischem Hintergrund, was gemeinsam mit der Besetzung (Georg Thomalla war schließlich in „Zur Hölle mit den Paukern“ als Vater Nietnagel zu sehen) eine Empfehlung auf der Lümmelbank mehr als rechtfertigt.
Finkenzeller und Thomalla brillieren als eingespieltes Ehepaar, deren alte Liebe alles andere als eingerostet ist, weil sie nicht zuletzt durch ihre Kinder immer wieder aufs Neue bewähren muss. Uwe Reichmeister, der den Ricky spielt, ist eine wahre Granate und sorgt einerseits durch seine lausbubenhafte Art für diverse Lacher, andererseits für das typische Berliner Fludium der Reihe, weil er neben Walter Gross und Willi Rose als einziger der Hauptdarsteller so richtig breit und gemütlich berlinert.

Fotos aus "Der Umzug" und "Der Diebstahl"

Samstag, 1. Dezember 2012

Langes Nachsitzen im Advent


In der Adventszeit besinnen sich viele Fernsehsender, vor allem die regionalen dritten Programme, auf ältere Filmklassiker, so auch auf Lümmel- und Paukerfilme. Ein buntes Potpourri aus den meisten "Lümmel von der ersten Bank"-Filmen und ihren Epigonen erwartet uns deshalb in den kommenden Wochen bis Weihnachten und sogar noch darüber hinaus. Den Auftakt bildet heute Abend ein großer Schulfilmabend im Bayerischen Rundfunk, wo vier Lümmelfilme (die Teile 1, 3, 4 und 5) ab 20.15 Uhr hintereinander ausgestrahlt werden.

Das sind alle Termine im Überblick:

Lehrer Lingen geht in Pension

Welch eine nette Entdeckung in der heute auf Eins Festival ausgestrahlten Folge der "Rudi-Carrell-Show": In einem Sketch feiert Theo Lingen in seiner Paraderolle als betulich näselnder Superlehrer Abschied vom langjährigen Berufsleben. Auf 40 Jahre hat es die "Lümmel"-Filmserie zwar nicht geschafft, aber das mit einer gesunden Portion Wehmut verbundene Ausscheiden aus der Paukerrolle nimmt man Lingen, der zum Drehzeitpunkt sein vierzigjähriges Filmjubiläum schon zwei Jahre hinter sich hatte (er feierte es 1969, im Jahr von "Pepe, der Paukerschreck"), ohne Zweifel ab. Hier ein Online-Mitschnitt aus einer früheren Ausstrahlung im RBB:



Die Stelle, in der die Sprache auf den Haschischkonsum von Lehrern fällt, erinnert natürlich an folgenden Ausschnitt aus "Wir hau'n die Pauker in die Pfanne":


Gerade in Anbetracht der mehrmaligen Verpflichtungen von Heintje für "Die Lümmel von der ersten Bank" und der Tatsache, dass Teil 6 der Reihe, "Morgen fällt die Schule aus", sogar teilweise in Holland spielte, ist eine naheliegende Frage, warum eigentlich Rudi Carrell nie in den Franz-Seitz-Lümmelfilmen mit von der Partie war. Die Chemie zwischen ihm und Lingen scheint ja gestimmt zu haben.

Zum Weiterlesen:

Samstag, 7. Juli 2012

Revolutionäres Bayern auch fürs Heimkino

Über den Kinostart von "Trans Bavaria" hatte die Lümmelbank bereits im März geschrieben (Kinofilm "Trans Bavaria" startet in bayerischen Kinos). Die urbayerische Revolutionsgeschichte mit Marcel Despas und Hansi Kraus hat den Siegesmarsch durch die Lichtspielhäuser des Freistaats unbeschadet überstanden und schafft es nun sogar auf DVD. In der ebenfalls noch nicht allzu betagten Reihe "Junges deutsches Kino" des Labels Indigo wird der Film voraussichtlich am 7. September 2012 erscheinen und für etwa 16 Euro in allen gängigen Geschäften und bei Online-Händlern zu erwerben sein. Angekündigt sind einige Deleted Scenes als Extras, die die Vorfreude auf die Veröffentlichung selbst bei denen, die die Produktion bereits im Kino gesehen haben, noch einmal steigern sollten.

Eine kleine Filmkritik gibt es obendrein, um die Wartezeit zu verkürzen:

Donnerstag, 5. Juli 2012

Ich bin immer noch ein bisschen Lausbub

So äußerte sich Hansi Kraus schelmisch im Geburtstagsinterview mit der Münchner Abendzeitung. Weiterhin führt er zu den Drehs der Lausbuben- und Lümmelfilme und seiner Vergütung als Jungschauspieler aus: "Für meinen ersten Lausbuben-Film bekam ich schlappe 3000 Mark für 30 Drehtage. So wenig kriege ich heute für einen Drehtag. Die haben mich damals über den Tisch gezogen, mit dem Argument, dass man ja nicht wisse, ob der Film denn überhaupt funktioniert. Der hat dann so eingeschlagen, dass vier weitere Filme produziert wurden. Beim zweiten Film bekam ich dann schon 8000 Mark und meine Höchstgage für einen Lümmel-Film lag später bei 35000 Mark." Das ist dann schon ganz anständig, wenn man die wenig schmeichelhafte Schlagzeile des Stern im Hinterkopf behält, die verkündet, dass "erfahrene Schauspieler wie Hans Quest oder Elisabeth Flickenschildt ihm von dem Beruf abrieten".

Dienstag, 19. Juni 2012

Vorglühen zum Geburtstag: Was wurde aus Hansi Kraus?

In diesem Monat feiern wir ein besonderes Jubiläum: Hansi Kraus' sechzigsten Geburtstag. Der Lümmel-Darsteller wurde am 26. Juni 1952 geboren und war demnach beim Dreh von "Zur Hölle mit den Paukern" gerade einmal 15 Jahre alt. Zuvor hatte er schon ab dem Alter von zwölf Jahren in den "Lausbubengeschichten" nach Ludwig Thoma mitgespielt. Dreharbeiten erfolgten zu großen Teilen während der echten Schulferien, gern auch mit Kraus' Klassenkameraden als Statisten oder in Minirollen.

Anlässlich des freudigen Tages wurde eine kleine Dokumentation für den österreichischen Sender Servus TV hergestellt. Sie wird bereits vier Tage vorher, am 22. Juni, diesem Freitag, ausgestrahlt:

Was wurde aus...? Hansi Kraus - der ewige Lausbub wird 60
Freitag, 22. Juni 2012, 21.45 Uhr (Servus TV)

Der 30 Minuten lange Beitrag wirft sowohl einen Blick "auf die erfolgreiche Karriere eines gefeierten Kinderstars" als auch auf "sein Leben heute".

Samstag, 26. Mai 2012

Nur zwei Lümmelfilme im Juni


Vom Fernsehprogramm im Juni sollten sich Schulfilmfans nicht zu viel erwarten. Abgespult wird nur das Minimalprogramm von zwei "Lümmel von der ersten Bank"-Teilen, dieses außerdem zu nicht unwesentlichen Teilen im Pay-TV. Sollte es wirklich noch jemanden geben, der diese Filme nicht gesehen hat? ;-)

Der Vollständigkeit halber trotzdem die Aufschlüsselung, die ausnahmsweise auch einmal eine Ausstrahlung im ZDF enthält:

Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 2: Zum Teufel mit der Penne (1968)
Dienstag, 29. Mai 2012, 2.10 Uhr (Heimatkanal)
Donnerstag, 31. Mai 2012, 8.55 Uhr (Heimatkanal)
Sonntag, 3. Juni 2012, 15.25 Uhr (ZDF)
Dienstag, 5. Juni 2012, 14.15 Uhr (Heimatkanal)
Montag, 11. Juni 2012, 5.30 Uhr (Heimatkanal)
Donnerstag, 28. Juni 2012, 21.55 Uhr (Heimatkanal)
Samstag, 30. Juni 2012, 7.55 Uhr (Heimatkanal)

Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 7: Betragen ungenügend! (1972)
Samstag, 30. Juni 2012, 14.50 Uhr (Rundfunk Berlin-Brandenburg)