Samstag, 1. Dezember 2012

Langes Nachsitzen im Advent


In der Adventszeit besinnen sich viele Fernsehsender, vor allem die regionalen dritten Programme, auf ältere Filmklassiker, so auch auf Lümmel- und Paukerfilme. Ein buntes Potpourri aus den meisten "Lümmel von der ersten Bank"-Filmen und ihren Epigonen erwartet uns deshalb in den kommenden Wochen bis Weihnachten und sogar noch darüber hinaus. Den Auftakt bildet heute Abend ein großer Schulfilmabend im Bayerischen Rundfunk, wo vier Lümmelfilme (die Teile 1, 3, 4 und 5) ab 20.15 Uhr hintereinander ausgestrahlt werden.

Das sind alle Termine im Überblick:

Lehrer Lingen geht in Pension

Welch eine nette Entdeckung in der heute auf Eins Festival ausgestrahlten Folge der "Rudi-Carrell-Show": In einem Sketch feiert Theo Lingen in seiner Paraderolle als betulich näselnder Superlehrer Abschied vom langjährigen Berufsleben. Auf 40 Jahre hat es die "Lümmel"-Filmserie zwar nicht geschafft, aber das mit einer gesunden Portion Wehmut verbundene Ausscheiden aus der Paukerrolle nimmt man Lingen, der zum Drehzeitpunkt sein vierzigjähriges Filmjubiläum schon zwei Jahre hinter sich hatte (er feierte es 1969, im Jahr von "Pepe, der Paukerschreck"), ohne Zweifel ab. Hier ein Online-Mitschnitt aus einer früheren Ausstrahlung im RBB:



Die Stelle, in der die Sprache auf den Haschischkonsum von Lehrern fällt, erinnert natürlich an folgenden Ausschnitt aus "Wir hau'n die Pauker in die Pfanne":


Gerade in Anbetracht der mehrmaligen Verpflichtungen von Heintje für "Die Lümmel von der ersten Bank" und der Tatsache, dass Teil 6 der Reihe, "Morgen fällt die Schule aus", sogar teilweise in Holland spielte, ist eine naheliegende Frage, warum eigentlich Rudi Carrell nie in den Franz-Seitz-Lümmelfilmen mit von der Partie war. Die Chemie zwischen ihm und Lingen scheint ja gestimmt zu haben.

Zum Weiterlesen:

Samstag, 7. Juli 2012

Revolutionäres Bayern auch fürs Heimkino

Über den Kinostart von "Trans Bavaria" hatte die Lümmelbank bereits im März geschrieben (Kinofilm "Trans Bavaria" startet in bayerischen Kinos). Die urbayerische Revolutionsgeschichte mit Marcel Despas und Hansi Kraus hat den Siegesmarsch durch die Lichtspielhäuser des Freistaats unbeschadet überstanden und schafft es nun sogar auf DVD. In der ebenfalls noch nicht allzu betagten Reihe "Junges deutsches Kino" des Labels Indigo wird der Film voraussichtlich am 7. September 2012 erscheinen und für etwa 16 Euro in allen gängigen Geschäften und bei Online-Händlern zu erwerben sein. Angekündigt sind einige Deleted Scenes als Extras, die die Vorfreude auf die Veröffentlichung selbst bei denen, die die Produktion bereits im Kino gesehen haben, noch einmal steigern sollten.

Eine kleine Filmkritik gibt es obendrein, um die Wartezeit zu verkürzen:

Donnerstag, 5. Juli 2012

Ich bin immer noch ein bisschen Lausbub

So äußerte sich Hansi Kraus schelmisch im Geburtstagsinterview mit der Münchner Abendzeitung. Weiterhin führt er zu den Drehs der Lausbuben- und Lümmelfilme und seiner Vergütung als Jungschauspieler aus: "Für meinen ersten Lausbuben-Film bekam ich schlappe 3000 Mark für 30 Drehtage. So wenig kriege ich heute für einen Drehtag. Die haben mich damals über den Tisch gezogen, mit dem Argument, dass man ja nicht wisse, ob der Film denn überhaupt funktioniert. Der hat dann so eingeschlagen, dass vier weitere Filme produziert wurden. Beim zweiten Film bekam ich dann schon 8000 Mark und meine Höchstgage für einen Lümmel-Film lag später bei 35000 Mark." Das ist dann schon ganz anständig, wenn man die wenig schmeichelhafte Schlagzeile des Stern im Hinterkopf behält, die verkündet, dass "erfahrene Schauspieler wie Hans Quest oder Elisabeth Flickenschildt ihm von dem Beruf abrieten".

Dienstag, 19. Juni 2012

Vorglühen zum Geburtstag: Was wurde aus Hansi Kraus?

In diesem Monat feiern wir ein besonderes Jubiläum: Hansi Kraus' sechzigsten Geburtstag. Der Lümmel-Darsteller wurde am 26. Juni 1952 geboren und war demnach beim Dreh von "Zur Hölle mit den Paukern" gerade einmal 15 Jahre alt. Zuvor hatte er schon ab dem Alter von zwölf Jahren in den "Lausbubengeschichten" nach Ludwig Thoma mitgespielt. Dreharbeiten erfolgten zu großen Teilen während der echten Schulferien, gern auch mit Kraus' Klassenkameraden als Statisten oder in Minirollen.

Anlässlich des freudigen Tages wurde eine kleine Dokumentation für den österreichischen Sender Servus TV hergestellt. Sie wird bereits vier Tage vorher, am 22. Juni, diesem Freitag, ausgestrahlt:

Was wurde aus...? Hansi Kraus - der ewige Lausbub wird 60
Freitag, 22. Juni 2012, 21.45 Uhr (Servus TV)

Der 30 Minuten lange Beitrag wirft sowohl einen Blick "auf die erfolgreiche Karriere eines gefeierten Kinderstars" als auch auf "sein Leben heute".